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Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von aussen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. 

Als Eselsbrücke wird hier gern das Wort PAUKE verwendet
P-plötzlich
A-von aussen
U-unfreiwillig
K-auf den Körper
E-wirkendes Ereignis

“Ein Unfall liegt auch vor, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule ein Gelenk verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden.”
Gerade im Rahmen der Unfallversicherung ist der Unfallbegriff von entscheidender Bedeutung. Die Unfallversicherung kommt für die Folgen aufgrund eines Unfallereignisses auf, wenn diese folgen eine dauerhafte Gesundheitsschädigung darstellen. Der Unfall selbst also zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit bzw. des Körpers geführt hat. Besondere Bedingungen für den Unfallbegriff können die Versicherungen selbst innerhalb der Versicherungsbedingungen definieren. Auch Leistungsein- oder Leistungsausschlüsse können im Versicherungsvertrag dokumentiert werden. Welche Leistungen also von der Versicherung übernommen werden, kann aus den Versicherungsbedingungen entnommen werden. Im Zweifelsfall sollte man sich mit dem jeweiligen Versicherungsunternehmen in Verbindung setzen

Beispiele sind Stürze aller Art. Wer mit dem Gesicht im Dreck landet, hat nach den Bedingungen der Unfallversicherung einen Unfall erlitten. Ob es Geld gibt, hängt an einer Reihe Folgefragen, Leistungen gibt es in der Regel nur bei Dauerschäden, ein paar Ausschlüsse gibt es auch noch. Der Unfall an sich ist aber durch die “Pauke” ziemlich einfach festzustellen.

Der zweite Teil betrifft die sogenannte Unfallfiktion, also ein für den Unfall gleichgestelltes Ereignis. Die Definition lautet:

Hierbei ist besonders zu beachten, dass die fett gedruckten Aufzählungen abschließenden Charakter haben und zwar hinsichtlich Körperteil und Art der Verletzung. Der Meniskusriss fällt demnach nicht in diese Kategorie – der Meniskus ist ein Knorpelgewebe und somit weder Muskel, Sehne, Band oder Kapsel.

Darüber hinaus muss die Kraftanstrengung erhöht sein. Wann eine Kraftanstrengung normal oder erhöht ist, hängt auch von den persönlichen Verhältnissen des Versicherten ab. Es reicht jedoch nicht aus, wenn man sich in normalem Maße angestrengt hat. Also auch eine normale sportliche Betätigung ist nicht zwingend eine erhöhte Kraftanstrengung. Hiermit sollen Gelegenheitsursachen ausgeschlossen werden. Der Grat ist jedoch in der Praxis oft schmal.

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